Waage

Der Handels-Risiko-Index



Der Handels-Risiko-Index wird unter Verwendung eines Algorithmus aus der Physik berechnet, der zur Berechnung der Handelskosten modifiziert und erweitert wurde.  Dieser Algorithmus berechnet eine Punktzahl (Score) für jede Länderkombination. Je höher dieser Score, desto teurer und riskanter ist der Handel zwischen diesen Ländern. Auf diese Weise lassen sich sowohl die  Kosten und Risiken zwischen den einzelnen Ländern als auch zwischen unterschiedlichen Branchen vergleichen. Darüber hinaus lässt sich die Entwicklung des Handelsrisiko beobachten und Prognosen zu den zukünftigen Handelskosten und Risiken erstellen.

Beispiel: Geeignete Exportländer für ein Unternehmen aus Gambia

Ein erfolgreiches Unternehmen aus Gambia wollte risikoarm und kostengünstig international expandieren. Die Geschäftsführung war jedoch unschlüssig, auf welche Länder sie sich konzentrieren sollten. Daher ließ das Unternehmen als Grundlage für die weitere Geschäftsstrategie eine Länder-Potential-Analyser eine Auswahl an Ländern durchführen.

 

1. schritt -  Auswahl der Länder

 

Die Geschäftsführung des gambischen Unternehmens wählte sieben Länder für die Analyse aus. 

Deutschland, Großbritannien, Belgien, Schweden, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Indien und die USA.

 

2. Schritt - Kosten-Risiko-Analyse

 

Im zweiten Schritt wurde der Handels-Risiko-Index berechnet. Dazu wurde für jedes Land eine Risikoscore für den Handel mit Gambia ermittelt. Jetzt konnten die ausgewählten Länder in eine eindeutige Reihenfolge gebracht werden, siehe Abbildung.

Am vorteilhaftesten aus Kosten- und Risiko-Aspekten ist der Handel zwischen Gambia und Indien. Hier ist etwa das 1,75-fache der Produktionskosten als Handelskosten langfristig anzusetzen. Auf Platz zwei und drei liegen etwa gleichauf die VAE und Großbritannien. Kalkulationsgrundlage ist hier gut das doppelte der Produktionskosten. Den höchsten Risikoscore weist der Handel zwischen Gambia und Deutschland auf. Hier müssen knapp das 5-fache der Produktionskosten kalkuliert werden.

 

Nach Abschluss der Kosten-Risiko-Analyse können auf Grund des hohen Risikoscores die Länder Deutschland, Schweden, USA und Belgien als Handelspartnerländer und somit auch für eine weitere Länder-Potential-Analyse eindeutig ausgeschlossen werden.

 

3. Schritt (optional) - Länder-Potential-Analyse

 

Im dritten Schritt wurde für die verbliebenen die Länder eine Länder-Potential-Analyse durchgeführt. Diese ähnelt einer SWOT-Analyse hat ihren Fokus aber auf dem Marktpotential der verbliebenen drei Länder Indien, VAE und Großbritannien.